In den Mit­tei­lun­gen der Patent­an­wäl­te ist jetzt mei­ne Rezen­si­on des Buches Arti­fi­cial Intel­li­gence and the Law von Jan De Bruy­ne, Ced­ric Van­le­en­ho­ve (Hrsg.) erschie­nen, in dem sich die Autoren mit dem Recht der künst­li­chen Intel­li­genz unter den Fra­gen “war­um ist das so gere­gelt” und “wie könn­te es zukünf­tig gere­gelt wer­den” befassen.

Dazu 28 Autoren beleuch­ten in 18 Kapi­teln unter­schied­li­chen Rechts­aspek­te künst­li­cher Intel­li­genz, u. a. zu den The­men Ethik, KI-gestütz­te Schieds- und Streit­ver­fah­ren, Daten­schutz im Zusam­men­hang mit häus­li­chen Sprach­as­sis­ten­ten, KI-Anwen­dun­gen in der Medi­zin und im Marketing.

Im Hype um KI wird oft her­aus­ge­stellt, dass KI bestimm­te Ent­schei­dun­gen deut­lich ver­bes­sern und mensch­li­che Denk­feh­ler (“cogni­ti­ve bia­ses”) ver­mei­den kön­ne, wäh­rend die Autoren zu Recht dar­auf hin­wei­sen, dass ganz ähn­li­che Feh­ler auch KI-Anwen­dun­gen machen kön­nen, wenn z.B. ihre Trai­nings­da­ten “vor­ur­teils­be­haf­tet ” sind. Zudem malen KI-Opti­mis­ten gern eine rosi­ge Zukunft aus, in der sich die Bür­ger – von allen läs­ti­gen Arbei­ten ent­le­digt – nur um höhe­re Zie­le küm­mern kön­nen. Wie sich ein Staat, in dem vie­le Men­schen nicht arbei­ten (müs­sen) finan­ziert, bleibt aber frag­lich. Robo­ter zah­len (der­zeit) weder Ein­kom­mens­steu­er, noch kau­fen sie Kon­sum­gü­ter, machen aber gleich­wohl vie­le Arbeits­plät­ze überflüssig.

Die voll­stän­di­ge Rezen­si­on fin­den Sie in den Mit­tei­lun­gen der Patent­an­wäl­te, Heft 5, 2022.